Im Oktober 1981 begannen Mitarbeiter des Jugendheimes Auf´m Kolm den Versuch, Herner Amateurbands und Einzelinterpreten zu regelmäßigen Treffen zwecks Erfahrungsaustausch und Workshops zusammenzuführen. Diese Planung umfasste auch gemeinsame Auftritte und Festivals. Schon zu Beginn der Treffen wurden allen Beteiligten klar, dass das Hauptproblem der Herner Musiker die fehlenden Proberäume sind. Um dieses Problem zu beseitigen, besann man sich eines Wahlversprechens des damaligen Oberbürgermeisters Manfred Urbanski (SPD), der bei der Kommunalwahl 1980 eine Perspektive zu einer Herner "Rockfabrik" gab. Nach zahlreichen Veranstaltungen und Diskussionen wurde vom Rat der Stadt kurz vor der Sommerpause im Juli 1982 beschlossen, dass Mittel für einen Umbau zur Schaffung von Proberäumen im städtischen Gebäude "Auf dem Stennert 10" zur Verfügung gestellt werden. Bei der Umgestaltung des Hauses waren aber auch zahlreiche Eigenleistungen der Herner Musiker gefragt, die sich bei der Einweihung des Gebäudes am 14.01.1983 in zahlreichen Arbeitsstunden niederschlugen. Das Besondere aber an diesem Projekt ist die seitens der Stadt Herne vorgeschlagene absolute Selbstverwaltung, die seit Beginn des Musikertreffs trotz lautstarker Bedenken einiger Personen zu aller Zufriedenheit sehr gut funktioniert. Am 19.05.1983 wurde dann der gemeinnützige Verein "Musikertreff e. V." in das Vereinsregister des Herner Amtsgerichtes eingetragen.

Die satzungsmäßigen Ziele des Vereins sind u. a. in der Förderung junger Musiker durch:


  1. 1.Bereitstellung von Übungsräumen und Übungsmaterial

  2. 2.Vortragsveranstaltungen über die Theorie und Praxis sowie der Geschichte verschiedener     Musikarten

  3. 3.Durchführung kultureller Veranstaltungen, insbesondere Konzerte

  4. 4.Kommunikationsförderung und Abbau von Konkurrenzverhalten unter Musikern

  5. 5.Zusammenarbeit mit anderen Körperschaften, Organisationen und Musikinitiativen zu finden.


Der "Musikertreff e. V." stellt zur Zeit in 12 Proberäumen 17 Bands Probemöglichkeiten zur Verfügung.